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Matthiaskirche Budapest: Besuch der Kirche auf dem Burgberg

Matthiaskirche Budapest: Besuch der Kirche auf dem Burgberg

Aktualisiert am:

Budapest: Matthias church entry ticket

Budapest: Matthias church entry ticket

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Wie besucht man die Matthiaskirche und was kostet sie?

Der Eintritt in die Matthiaskirche kostet ca. 2.200–3.500 HUF für Erwachsene. Die Kirche ist täglich geöffnet, aber während der Gottesdienste gibt es eingeschränkte Besuchszeiten (Zeitplan an der Tür prüfen). Das Innere zeigt bemerkenswerte Wandmalereien aus dem 19. Jahrhundert im byzantinisch-romanischen Stil, gotische Architekturdetails und ein gutes Museum im Obergeschoss. 45–60 Minuten einplanen.

Budapests markanteste Kirche

Die Matthiaskirche (Mátyás-templom) auf dem Heiligen-Dreifaltigkeit-Platz des Burgbergs ist das architektonisch vielschichtigste Sakralgebäude Budapests — ein gotisches Original aus dem 13. Jahrhundert, nach osmanischer Besatzung wieder aufgebaut, von ungarischen Königen des 15. Jahrhunderts umgestaltet und im 19. Jahrhundert zum heutigen Erscheinungsbild restauriert.

Das Ergebnis ist ein Palimpsest ungarischer Geschichte: romanische Fundamente, gotische Türme, osmanische Umbaumaßnahmen, barocke Ergänzungen und ein viktorianisches Lifting, das mittelalterlichen Wänden byzantinisch-romanische Wandmalereien aufprägte. Es sollte inkohärent sein; stattdessen ist es faszinierend, und das bunte Kacheldach aus Zsolnay-Porzellan ist eines der meisterkannten Architekturbilder Budapests.

Eintrittskarten für die Matthiaskirche sind an der Kasse oder über GYG erhältlich, was in der Hauptsaison Schlangen an der Kasse erspart.

Geschichte in Schichten

Die Ursprünge der Kirche reichen auf etwa 1015 zurück, als König Stephan I. die erste Kirche auf diesem Platz gründete. Die frühesten erhaltenen Elemente des heutigen Gebäudes stammen aus dem 13. Jahrhundert, als Béla IV. nach dem Mongolensturm 1241–1242 eine neue gotische Kirche in Auftrag gab.

Die Kirche war die Krönungskirche des mittelalterlichen ungarischen Königreiches — neun Könige wurden hier gekrönt, am bedeutendsten Ludwig I. (1342) und, viel später, Franz Joseph I. und Elisabeth (Sisi) 1867. In dieser Kirche erklang Beethovens Krönungsmesse in ihrer politisch aufgeladensten Aufführung.

Während der osmanischen Besatzung (1541–1686) wurde die Kirche in eine Moschee umgewandelt. Die christlichen Bildnisse wurden überweißt, der Hochaltar entfernt und Teppiche über den Steinboden gelegt. Bemerkenswert: Als die Osmanen die Kirche nach der Habsburger-Rückeroberung Budas wieder übergaben, hatten die mittelalterlichen Malereien unter dem Weißkalk überlebt.

Die viktorianische Restaurierung (1874–1896) von Frigyes Schulek dominiert das heutige Erscheinungsbild: das Zsolnay-Keramikdach, das rekonstruierte Rosenfenster, der neue Südturm mit seinem charakteristischen Rautenmuster. Schuleks Interpretation des mittelalterlichen Gotik wurde vom französischen Restaurierungsarchitekten Viollet-le-Duc beeinflusst und spiegelt den Romantizismus des 19. Jahrhunderts so sehr wie echte Archäologie.

Was man innen sieht

Die Wandmalereien: Das markanteste Merkmal. Bertalan Székely und Mór Than bemalten das gesamte Innere zwischen 1874 und 1896 im byzantinisch-romanischen Stil. Die Szenen — alttestamentliche Zyklen, Heiligenleben, ungarische Heilsgeschichte — sind in reichen Erdtönen (Ocker, Umbra, Dunkelrot) mit byzantinischen Golddetails. Der Effekt ist dicht dekorativ und findet in mitteleuropäischen gotischen Kirchen kaum Parallelen.

Die Loreto-Kapelle: In der nordwestlichen Ecke eine gotische Kapelle mit einer romanischen Madonna-Statue (12. Jahrhundert) und dem Grab eines mittelalterlichen Ritters. Das Gewölbe behält das originale rote und weiße Maßwerk aus dem 14. Jahrhundert.

Die Dreifaltigkeit-Kapelle und das königliche Oratorium: Die Galerie über dem westlichen Ende des Kirchenschiffs bietet einen erhöhten Blick auf das gesamte Innere. Die angrenzenden Räume enthalten das Kirchenmuseum.

Das Kirchenmuseum (Obergeschoss): Kirchliche Objekte, historische Gewänder, Steinschnitzereien aus der mittelalterlichen Kirche, Repliken der königlichen Insignien und Ausstellungen zur Geschichte des Gebäudes. Im Hauptticket enthalten.

Das gotische Steinwerk: Besonders das Südturm-Portal (originales Maria-Portal aus dem 14. Jahrhundert, stark beschädigt aber teilweise erhalten) und das Maßwerk an den Fenstern. Der Neubau von Schulek replizierte den ursprünglichen Stil, ist aber aus der Nähe an seiner Frischheit zu unterscheiden.

Praktische Besucherinformationen

Öffnungszeiten: ca. 9–17 Uhr täglich, mit reduzierten Zeiten sonntags vormittags (die 10-Uhr-Sonntagsmesse bedeutet eingeschränkten Besucherzugang bis ca. Mittag). Gottesdienste finden regelmäßig statt — Zeitplan am Eingang prüfen.

Eintrittsgeld: ca. 2.200–3.500 HUF für Erwachsene; ermäßigt für Studenten und Kinder. Das Museum im Obergeschoss ist inbegriffen. Englischsprachiger Audio-Guide gegen kleinen Aufpreis verfügbar.

Fotografie: In den meisten Bereichen ohne Blitz erlaubt. Das Innere ist recht dunkel — hohe ISO-Einstellung oder ruhige Hand verwenden. Kein Blitz in der Nähe der Wandmalereien.

Kombination mit der Fischerbastei

Die Matthiaskirche und die Fischerbastei grenzen direkt aneinander — die Westfassade der Kirche blickt auf die obere Terrasse der Bastei. Ein kombinierter Besuch (insgesamt 1,5–2 Stunden) ist der Standardansatz. Über den Burgberg morgens ankommen, das Kircheninnere zuerst besichtigen (die meisten Touren und Besuchergruppen kommen später an), dann zur Bastei-Terrasse für Aussichten wechseln.

Die Privattour durch das Budaer Burgviertel und die Matthiaskirche behandelt beide Stätten ausführlich mit einem lokalen Historiker, der die vielschichtige Architektur im Kontext erklären kann. Das ist die informativste Option für Besucher, die über das Visuelle hinausgehen möchten.

Für das breitere Burgberg-Erlebnis behandelt der Burg-Buda-Ratgeber den Königspalast, das Höhlensystem und Transportoptionen. Der Fischerbastei-Ratgeber behandelt Eintritt, Aussichten und Fototipps. Der Burgviertel-Stadtteilführer kartiert das mittelalterliche Straßennetz rund um beide Gebäude.

Matthiaskirche am Abend, mit der beleuchteten Bastei dahinter, ist eines der atmosphärischsten Schauspiele in Budapest — die Burgberg-Abendtour nutzt diesen Effekt optimal.

Häufig gestellte Fragen zu Matthiaskirche Budapest

  • Warum heißt die Matthiaskirche so?
    Die Kirche heißt offiziell Kirche Mariä Himmelfahrt der Budaer Burg (Nagyboldogasszony-templom). Volkstümlich wird sie Matthiaskirche nach König Matthias Corvinus (reg. 1458–1490) genannt, der den Südturm hinzufügte, das Innere ausschmückte und hier zwei seiner Hochzeiten feierte. Das rautengemusterte Kacheldach wurde bei der Restaurierung im 19. Jahrhundert hinzugefügt.
  • Wofür ist die Matthiaskirche architektonisch bekannt?
    Drei Dinge: das Rautenmuster-Zsolnay-Keramikdach (gelb, grün und dunkelblau), von überall in Budapest sichtbar; das gotische Maßwerk und die Steinarbeiten an den originalen Abschnitten aus dem 13.–15. Jahrhundert; und die byzantinisch-romanischen Innenmalereien aus dem 19. Jahrhundert von Bertalan Székely und Mór Than, die in Mitteleuropa ihresgleichen suchen.
  • Finden Konzerte in der Matthiaskirche statt?
    Ja. Orgel- und klassische Konzerte finden regelmäßig statt, besonders im Sommer. Die Akustik unter den gotischen Gewölben ist ausgezeichnet. Karten gibt es an der Kirche und online; Preise variieren von 4.000–8.000 HUF. Aktuelle Spielpläne an den Aushängen der Kirche oder auf der Webseite prüfen.
  • Kann man die Matthiaskirche selbstständig oder nur mit Führung besuchen?
    Selbstständig besuchen ist möglich — Karte an der Kasse kaufen, kostenlosen Audio-Guide oder Flyer mitnehmen und in eigenem Tempo erkunden. Ein Reiseleiter fügt historischen Kontext hinzu, der von den Informationstafeln allein schwer zu erfassen ist, besonders zur mittelalterlichen Geschichte und der Beziehung zwischen der Kirche und der ungarischen Königsdynastie.

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